
In den Jahren des zweiten Weltkriegs, hauptsächlich um das Jahr 1943, wurde Sardinien als wichtiger Luftstützpunkt für die deutsche Luftwaffe und bis zum Dezember 1943 als „Weiterleitung“ von Soldaten nach Korsika und Sizilien benutzt. Insgesamt wurden ca. 20.000 Wehrmachtssoldaten auf Sardinien stationiert, mit Stützpunkten und Kasernen hauptsächlich auf dem nördlichen Teil der Insel um die Stadt Olbia konzentriert.
Auseinandersetzungen zwischen den Sarden und der deutschen Militärpräsenz gab es nur wenige, welche auch dokumentiert wurden. Eine Berichterstattung namens „Sardinien, Juli 1943“ auf der Website „ns-taeter-Italien.org/de“, welche sich stark auf die überlieferten Bilder und Informationen des Fotographen Robert Büschgens bezieht, zeigt auf, dass es erst ab dem 08. September 1943 wenige Zusammenstöße mit Königstreuen italienischen Gruppen gab und sonst eher Geringes überliefert wurde. Generell wies diese Quelle nach, dass die militärischen Operationen auf Sardinien sich auf die Militärstützpunkte und Häfen begrenzten und sich sehr selten auf die Zivilbevölkerung selbst richteten.

Außerdem betont die Website („ns-taeter-Italien.org/de“), dass die Sarden von Soldaten wenig gestört wurden und sogar als sehr ruhiges und friedliches Volk wahrgenommen wurden, welche sich lediglich auf ihre Feldarbeiten und alltäglichen Tätigkeiten konzentrierten.
Sie zeigt auch auf, dass die Deutschen für die Kultur und Welt der Sarden nur wenig Verständnis mitbrachten und vor allem mit dem Problem kämpften, sich an die raue Natur und das wechselhafte Klima zu gewöhnen. Sie wurden jedoch auf der Insel von Bauern und der Bevölkerung meist nicht als Feinde wahrgenommen, sondern eher als temporäre Gäste und so wurden die Soldaten auch behandelt und manchmal sogar gastfreundlich aufgenommen.
